08.11.2020

NFV Kreis Osnabrück-Stadt mit neuer alter Führung

Autor / Quelle: Björn Richter Fupa

Foto: Paetzel

Beim Kreistag des NFV Osnabrück-Stadt in der Vereinssporthalle am Limberg haben die stimmberechtigten Klubvertreter einige Entscheidungen zur Neubesetzung von Positionen abgesegnet und zur Kenntnis genommen. Der NFV Kreis Osnabrück-Stadt will die Fusion zu Ende führen: Frank Schmidt bleibt Vorsitzender, Dennis Meinders ist Stellvertreter, der Jugendaussschuss sowie Frauen- und Mädchenausschuss aufgelöst und der Schiedsrichter-Ausschuss komplett neu besetzt.

Mit der Neuformierung des Schiedsrichterausschusses im Fußballkreis Osnabrück-Stadt haben mit dem Ex-Vorsitzenden Torsten Aderhold auch Tim Gelhoet, Jens Pleister, Reinhard Sanner und Claus Klusmann ihre Tätigkeit im Ausschuss beendet – letzterer nach 25 Jahren Ausschussarbeit. Ebenso traten Michaela Stallkamp (Frauen- und Mädchen) und Thomas Schocke (Jugend) nach langjähriger Vorstandsarbeit zurück. Den Schiedsrichterausschuss  unter dem neuen Vorsitzenden Dennis Meinders komplettieren nun Julian Meckfessel und Nico Respondek als Lehrwart-Tandem, Julian Korte und Matthias Rehbock als Senioren-Ansetzer sowie Niklas Wittland und Jan-Frederik Vossel als Jugendansetzer. Wegen der Corona-Pandemie musste der Fußballkreis Osnabrück-Stadt  den  Zusammenschluss mit dem Landkreis verschieben und doch noch einmal eine neue Führung bestimmen. Diese ist weitestgehend die alte –  einige wichtige Veränderungen aber gibt es. „Nach 20 Jahren im Amt hätte ich nicht gedacht, dass ich noch mal hier stehe – aber es ist  eine Selbstverständlichkeit für mich, dass ich weitermache angesichts der ausgefallenen Fusion“, sagte Frank Schmidt. Der bestätigte Stadtfußballkreis-Vorsitzende hatte  zuvor die Herausforderungen der Corona-Pandemie skizziert und trotz aller Debatten im Detail für die Grundsatz-Idee des aktuell reduzierten Spielbetriebes geworben:  über Staffelverkleinerungen oder den Verzicht auf eine Rückrunde wie in den Männer-Spielklassen der Stadt. Die formale Fusion mit dem Fußball-Landkreis soll nun im Sommer 2021 steigen – Fusionsligen nehmen frühestens in der Saison 2022/23 den Betrieb auf. „Eine Qualifikationssaison für die neuen Ligen machen wir erst, wenn wieder  mit Hin- und Rückrunde gespielt werden kann – also frühestens in der nächsten Saison 2021/22“, bekräftigte Schmidt. In diesem Prozess werden ihn wie bisher sein Sohn Rafael als Schatzmeister, Udo Rietmann als Leiter  des Spielausschusses, Jens Warnecke als Vorsitzender des Sportgerichts und Bernhard Lampe als Chef des Qualifizierungsausschusses für Auswahltraining sowie Fortbildungen der Übungsleiter zur Seite stehen. Die Vereinsvertreter beschlossen zudem die Streichung des Jugendausschusses sowie des Frauen- und Mädchenausschusses der Stadt: Hier gibt es bereits einen gemeinsamen Spielbetrieb mit dem Landkreis, in Werner Gottschlich, Rainer Clausjürgens und Uwe Haake (Jugend) sowie Friedhelm Fähmel (Mädchen) arbeiten Stadtvertreter aktuell bereits in kreisübergreifend agierenden Ausschüssen mit. Um dabei mitzuhelfen, dass auch bei den Männern ein reibungsloser Übergang gelingt, wurde Angel Perreiro, Teammanager der Kreisliga-Elf von Eintracht Osnabrück,  zu einer Art Fusionsbeauftragten für die Stadtvereine ernannt. Als neuen Akzent brachte Schiedsrichter-Obmann Meinders den Antrag ein, dass jeder Stadtverein ab sofort einen Schiedsrichterbetreuer benennen muss. „Er soll für uns als Schiedsrichterausschuss Ansprechpartner sein und in seinem Verein dafür sorgen, dass bei jedem Spiel jemand da ist, der sich um den Schiedsrichter kümmert“, erklärte Meinders. Angesichts einiger Gewaltvorfälle gegen Referees im Stadtkreis zuletzt hofft Meinders  auf eine erhöhte Sensibilisierung aller für das Problem. Der Antrag ging durch,  es war aber die einzige Abstimmung des Abends, bei der es Gegenstimmen gab: Vom TSV Osnabrück und vom TuS Nahne.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 29.11.2020